zahme vögel singen von freiheit. wilde vögel fliegen...
Auf Wiedersehen.
29.3.09 15:04


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Liste der Dinge, auf die ich keinen Bock habe:

Bio-Klausur
Vorstellungsgespräche
Bewerbungen schreiben
Bewerbungsfotos machen
Weisheitszahn-OP
Umzug in das andere Zimmer
Phillips Einzug
Mitbewohnersuche
Geschirr vom Dachboden spülen und einsortieren
Wach sein
atmen
8.3.09 20:29


leer.
ich fühl mich wieder wie 14.
21.2.09 11:05


"Vom Leben gefickt werden".
Das Zitat fand ich eigentlich immer total schäbig und ich habs einfach zu oft in irgendwelchen klischeehaften Hopper-Bunny-Profilen gelesen, aber zur Zeit fühle ich mich emotional nahezu durchgefickt. Das Leben fickt mich, ich fick das Leben. Normalerweise eher ausgeglichen.
Ich weiß, es war gegen die Abmachung mit meinem Therapeuten, es war gegen die Prinzipien, gegen meine persönliche innerfamiliäre Rebellion, aber ich bin gestern mit meiner Mutter und meinem Bruder nach Hause gefahren, nachdem er sie aus der Klinik abgeholt hatte. Ich konnte nicht anders, es lag so nahe.
Und oh, es hat so wahnsinnig geknallt. Irgendwie war es abzusehen, aber ich hab die Zündschnur in Brand gesetzt, glaub ich zumindest. Und ich wusste von Anfang an, dass ich es bereuen könnte bzw. wahrscheinlich sogar würde, aber manchmal muss man es erst erfahren, bevor man sicher sein kann.
Ich rede mir die ganze Zeit ein, dass dieser Streit in irgendeiner Weise konstruktiv gewesen wäre, aber mein Vater hat einfach nichts begriffen. Ich hab Du-Botschaften vermieden, auf der Gefühlsebene gesprochen und versucht zu betonen, dass es hier nicht um Schuldfragen geht, aber er hat einfach ALLES an sich abprallen lassen und sämtliche Hoffnungen in mir und in meinen Geschwistern zunichte gemacht. Es hat ihn tierisch wütend gemacht, als wir ihm dann doch vorgeworfen haben, er hätte seine Vaterpflichten vernachlässigt und uns immer das Gefühl gegeben, wir seien es nicht wert, mit ihm an einem Tisch zu setzen, und alles was er für uns übrig hatte war "Leckt mich am Arsch, ihr bekommt nur noch das, was ich euch geben muss und nicht mehr." usw., Bla bla bla, etc.
Keine Ahnung, ich bin einfach sowas von scheiße aggressiv gerade und war es auch eben beim Essen. Mein Vater war zwar gar nicht dabei, aber auf einmal wurde wieder JEDES beschissene Wort kommentiert oder bewertet und vor allem in Frage gestellt und bla, totale Eskalation und dann kam auch noch ein Satz, auf den ich mit allergischem Schock reagieren möchte "Du bist gerade genau wie Papa." Natürlich, ich habe dann "leck mich doch am Arsch" hinterhergeschoben und es war so oder so ein Fehler, weil das ja genau die Worte meines Vaters waren, aber wenn dich zwei Leute an die Wand stellen, dann kannst du nur um dich schießen und meine Mutter saß dumm und nichtstuend danebenen und ich wollte sie verdammt nochmal schütteln und anschreien und brüllen "Kannst du dumme Pute auch nur einmal dein feiges Maul aufmachen oder hast du immernoch NICHTS begriffen?" Stattdessen hat sie nur erschöpft vor sich hingeseufzt und ich bin aufgestanden und habe angekündigt, dass ich dankbar wäre, wenn jetzt nicht noch weiter über mich gesprochen würde, weil ich es nicht leiden kann und ich es sowieso IMMER mitkriege und Nils hatte nur den dämlichen Satz "Das ist mir scheißegal." übrig. Ich hätte treten und schlagen und schreien wollen, weil es genau DAS ist, was Herr Haferkamp meinte, weil es hier um Systembrüche geht und in diesem behinderten gestörten Familiensystem geht es nur um Be- und Entwertung und Gefühlstrampelei. Ja, ich bereue es hergefahren zu sein, aber ich trage die Verantwortung dafür und muss nun auch mit meiner Wut leben. Und es ist mir sowas von scheißegal, ob es für meine Familie "Flucht" ist, dass ich morgen früh um 8 den Zug nehme, weil es für mich bloß Selbstschutz bedeutet. Es ist doch einfach zum Kotzen.
19.2.09 20:01


Es ist doch einfach verrückt, wie einen die Vergangenheit immer wieder einholt. Gar nicht wirklich durch die Erinnerungen, die sind es nicht, man denkt zwar manchmal an die alten Geschichten, aber sie wiegen nicht so viel wie das Gefühl, das auf einmal da ist und man weiß, man kennt es von irgendwo. Papperlapapp~
Und mich holen meine Angststörungen jetzt wieder ein, obwohl ich es so lange verhindern konnte. Zumindest glaube ich das. Beides irgendwie.
Fast ein Jahr lang war mir übel, jeden Abend, man konnte die Uhr danach stellen oder noch besser, einfach auf bestimmte Sätze, Blicke, Gesten meiner Eltern warten und auf einmal saß ich irgendwie fest. Ich weiß nicht warum, aber eigentlich wurde mir immer dann schlecht, wenn meine Familie ins Bett ging. Irgendwie absurd, weil ich gerade zu diesem Zeitpunkt eigentlich das Gefühl hatte, dass meine Familie und ich einfach nicht zusammengehören. Öl und Wasser und so. Irgendwie passen diese ganzen Teile noch nicht zusammen, ich bekomme den Übergang noch nicht wirklich hin, ich weiß nicht warum der Abend oder die Nacht so mit dieser Übelkeit und der Angst zu tun hatten.Aber nachts war ich auf jeden Fall allein. Wie oft ich aufgewacht bin und dachte "Ok, jetzt musst du kotzen." und dann saß ich stundenlang im Bad am offenen Fenster (frische Luft und das) und hab laut ein- und ausgeatmet, damit ich ja nicht kotzen muss. Ist auch nie passiert, aber fast ein verdammtes Jahr lang (eigentlich weiß ich gar nicht genau, wie lang es wirklich gedauert hat, aber es sollte hinkommen) war mir so gut wie jede verdammte Nacht übel. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das ausgehalten habe. Manchmal wurde mir auch in der Schule schlecht, die Sekretärin durfte ich inzwischen schon duzen und hatte schon überlegt, nach einem eigenen Schlüssel für das Krankenzimmer zu fragen, damit man mir nicht immer aufschließen müsste. Kalte Tücher im Nacken, Eimer unter der Liege, griffbereit. Nie was passiert. Das ist doch einfach lächerlich. Hat natürlich aufgehört, als ich dann ausgezogen bin. Nur langsam, aber es hat.
Worauf ich eigentlich hinauswollte ist, dass ich seit ca 4-5 Tagen jeden Abend im Bett liege und das Gefühl habe, jemand würde seine Faust um meinen Magen ballen und ihn leicht drücken. Das ist fast unangenehmer als die Übelkeit, aber die kommt meistens so ca. 30 Minuten später. Und dann liege ich wieder Stunden wach oder bin im Halbschlaf versunken in irgendwelchen absurden, verstörenden Träumen. Oder ich wache auf mit Herzpochen und nassen Händen. Ich versteh das nicht, ich gehe zur Therapie, ich war mir so sicher dass diese Psychosomatik-Scheiße endlich vorbei ist. Scheinbar ist das das einzige, was ich nie überwunden habe. Mein Bakterienfimmel ist halbwegs verschwunden, ich fahre mutigerweise manchmal sogar Bus und meine Narben verheilen immer weiter. Ich dachte immer, zum Erwachsenwerden gehört, dass man seine pubertären Angewohnheiten verliert. Aber diese Störung, die werd ich irgendwie nich los.
15.2.09 15:16


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