zahme vögel singen von freiheit. wilde vögel fliegen...
Jaaaa. Also. Ich hab mich am Dienstag Anna zuliebe mit Sarah abends gegen acht zum Kino bequemt, obwohl die Schlange fürs Parkhaus bis über 3 Ampeln reichte, weil dienstags Kinotag ist. Ich wusste von vornherein nicht, wieso wir ausgerechnet dienstags gehen mussten, wir hatten immerhin Gutscheine im Wert von 9 Euro. Anna kam dann auch noch eine halbe Stunde zu spät, sodass wir in der vierten (!) Reihe sitzen mussten und man seinen Kopf andauernd um ungefähr 90° (ok, übertrieben, aber es fühlte sich so an!) drehen musste, um nicht den halben Film zu verpassen. Jedenfalls, "Sieben Leben".
Irgendwie dachte ich ja, der Film wäre noch annähernd realistisch, einfach so wie "Das Streben nach Glück"(dessen Handlung ja auch immerhin auf einer wahren Begebenheit basiert), oder hab mich einfach gefreut Will Smith zwei Stunden unheimlich niedlich finden zu können. Pustekuchen.
Ich verstehe ja, dass man die Geschichte unheimlich traurig findet, aber dabei auch noch zu heulen, nee. Ich mein, wie wahrscheinlich ist es verdammt nochmal, dass ein Typ bei einem selbst verschuldeten Autounfall sieben Menschen tötet (ok, das kann passieren) und dann nach und nach seine Organe und sein Haus an sieben benachteiligte Menschen verschenkt, um schlussendlich einer Herzkranken (in die man sich dann auch noch zufällig verliebt und die natürlich auch waaahnsinnig attraktiv ist) mal eben seine Pumpe zu vermachen und einem Blinden seine Netzhaut zu schenken? Am kreativsten war aber die Selbstmordmethode: Der arme traurige Tim hat sich nämlich seit Jahren eine hochgiftigte Qualle (Würfelqualle oder so?) gehalten, mit der er sich dann in einer eiswürfelgefüllten Badewanne in einem dreckigen Motel selbst vergiftet. Oooookay. Bei so viel Dramatik heulte alles auf Kommando los und ich dachte nur "WAS SOLL DENN DAS?!" Eigentlich wollte ich die ganze Zeit rummotzen, was dieser abgedrehte Müll da auf der Leinwand soll und wen die damit verarschen möchten, aber scheinbar bin ich emotional unterkühlt, innerlich n Kerl, herzlos oder einfach zu vernünftig, um so ne Hollywood-Blockbaster-Suppe rührend zu finden. Die Massensentimentalität um mich herum hat trotzdem nicht aufgehört. Der Film wurde übrigens wunderbar mit geistreichen Kommentaren meines Nachbarpärchens gespickt, vor allem der Kerl hat geglänzt mit seinem Intellekt. Als es um die Qualle ging fing der nämlich an zu fachsimpeln über ihre Methode, ihr Futter zu "fangen" und es innerhalb von SEKUNDENBRUCHTEILEN! (dabei war er glaub ich im halben Saal zu hören) zu töten. Anna hat den Film auch wunderbar mit ihren Füßen auf der Sitzlehne (ein Glück dass da keiner saß), die sogar durch die Kunstlederstiefel durchgemuffelt haben, bereichert. Irgendwann ist mir dann aufgegangen, dass sie seit drei Tagen auf jeden Fall die selben Socken trägt. Die hatte sie heute wieder an. Ich hab dann unauffällig in den Raum gebrüllt, wer hier son verdammten Stinkekäse isst oder woher dieser Geruch denn bitte kommt. Mal sehen, vielleicht hat sie die Strümpfe morgen wieder an.
Manchmal fühl ich mich irgendwie ... deplatziert ^^
22.1.09 17:48
 


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