zahme vögel singen von freiheit. wilde vögel fliegen...
Es ist doch einfach verrückt, wie einen die Vergangenheit immer wieder einholt. Gar nicht wirklich durch die Erinnerungen, die sind es nicht, man denkt zwar manchmal an die alten Geschichten, aber sie wiegen nicht so viel wie das Gefühl, das auf einmal da ist und man weiß, man kennt es von irgendwo. Papperlapapp~
Und mich holen meine Angststörungen jetzt wieder ein, obwohl ich es so lange verhindern konnte. Zumindest glaube ich das. Beides irgendwie.
Fast ein Jahr lang war mir übel, jeden Abend, man konnte die Uhr danach stellen oder noch besser, einfach auf bestimmte Sätze, Blicke, Gesten meiner Eltern warten und auf einmal saß ich irgendwie fest. Ich weiß nicht warum, aber eigentlich wurde mir immer dann schlecht, wenn meine Familie ins Bett ging. Irgendwie absurd, weil ich gerade zu diesem Zeitpunkt eigentlich das Gefühl hatte, dass meine Familie und ich einfach nicht zusammengehören. Öl und Wasser und so. Irgendwie passen diese ganzen Teile noch nicht zusammen, ich bekomme den Übergang noch nicht wirklich hin, ich weiß nicht warum der Abend oder die Nacht so mit dieser Übelkeit und der Angst zu tun hatten.Aber nachts war ich auf jeden Fall allein. Wie oft ich aufgewacht bin und dachte "Ok, jetzt musst du kotzen." und dann saß ich stundenlang im Bad am offenen Fenster (frische Luft und das) und hab laut ein- und ausgeatmet, damit ich ja nicht kotzen muss. Ist auch nie passiert, aber fast ein verdammtes Jahr lang (eigentlich weiß ich gar nicht genau, wie lang es wirklich gedauert hat, aber es sollte hinkommen) war mir so gut wie jede verdammte Nacht übel. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das ausgehalten habe. Manchmal wurde mir auch in der Schule schlecht, die Sekretärin durfte ich inzwischen schon duzen und hatte schon überlegt, nach einem eigenen Schlüssel für das Krankenzimmer zu fragen, damit man mir nicht immer aufschließen müsste. Kalte Tücher im Nacken, Eimer unter der Liege, griffbereit. Nie was passiert. Das ist doch einfach lächerlich. Hat natürlich aufgehört, als ich dann ausgezogen bin. Nur langsam, aber es hat.
Worauf ich eigentlich hinauswollte ist, dass ich seit ca 4-5 Tagen jeden Abend im Bett liege und das Gefühl habe, jemand würde seine Faust um meinen Magen ballen und ihn leicht drücken. Das ist fast unangenehmer als die Übelkeit, aber die kommt meistens so ca. 30 Minuten später. Und dann liege ich wieder Stunden wach oder bin im Halbschlaf versunken in irgendwelchen absurden, verstörenden Träumen. Oder ich wache auf mit Herzpochen und nassen Händen. Ich versteh das nicht, ich gehe zur Therapie, ich war mir so sicher dass diese Psychosomatik-Scheiße endlich vorbei ist. Scheinbar ist das das einzige, was ich nie überwunden habe. Mein Bakterienfimmel ist halbwegs verschwunden, ich fahre mutigerweise manchmal sogar Bus und meine Narben verheilen immer weiter. Ich dachte immer, zum Erwachsenwerden gehört, dass man seine pubertären Angewohnheiten verliert. Aber diese Störung, die werd ich irgendwie nich los.
15.2.09 15:16
 


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